ISDN-Abschaltung: Drei wichtige Fragen

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ISDN-Abschaltung: Drei wichtige Fragen

Fast ein Vierteljahrhundert definierte ISDN die Telefonie im Mittelstand. Spätestens in drei Jahren soll – zumindest für Telekom-Kunden – Schluss damit sein. Und der Telefonie-Anbieter stellt bereits schon jetzt fleißig auf All-IP, eine IP-basierende Netzinfrastruktur und –architektur, um.


Besonders in die Kommunikationslandschaft von Unternehmen verursacht diese Umstellung tiefe Einschnitte. Häufig sind hier komplexe Telefonanlagen mit einer Vielzahl von Leistungsmerkmalen und großen Rufnummernplänen mit Durchwahlen im Einsatz. IT-Verantwortliche sollten sich besser heute als morgen mit der Frage auseinandersetzen, wie es mit der Telefonie weitergeht.


Der Cloud-Telefonie-Anbieter NFON beantwortet Mittelständlern die drei wichtigsten Fragen, die sich im Zuge dieser Umstellung ergeben.


(1) Können alte Geräte wie Telefone oder Faxe weiterbenutzt werden?
Die Umstellung auf IP-basierte Telefonie betrifft in erster Linie Router und TK-Anlagen. An den meisten dieser IP-basierten Geräte lassen sich auch weiterhin analoge Telefone und Faxe betreiben. Auch die Nutzer von ISDN-Telefonen können – vorerst – aufatmen – vorausgesetzt sie haben sich für einen IP-fähigen Router mit S0-Port entschieden. An ein solches Gerät lassen sich auch ISDN-Telefone, beziehungsweise deren Basisstation, anschließen. Einschränkungen beim Bedienkomfort und der Stabilität sind hier jedoch nicht gänzlich auszuschließen. Alle bisherigen Funktionen, wie Makeln, Dreierkonferenzen oder Anrufweiterleitung, stehen an IP-basierten Anschlüssen, neben vielen neuen Features, weiterhin zur Verfügung. Wer ohnehin über die Neuanschaffung von Endgeräten nachdenkt, sollte einen Blick auf spezielle IP-Telefone werfen, da diese an IP-Anschlüssen mehr Betriebssicherheit garantieren.


Cloud-Telefonie Anbieter wie NFON unterstützen darüber hinaus auch konventionelle Standards, wie beispielsweise T.38, der etwa für Hausnotruf-Systeme notwendig ist. Welche Systeme und TK-Anlagen jedoch konkret ersetzt werden müssen, sollte im Einzelfall mit Hilfe erfahrener IP-Telefonie-Anbieter genau analysiert werden. Hier gilt: Besser heute als morgen. Obwohl die Abschaltungsdeadline 2018 noch in weiter Ferne scheint, bleibt in vielen Fällen deutlich weniger Reaktionszeit.


(2) Ermöglicht All-IP genauso viele gleichzeitige Gespräche und Nebenstellen wie ISDN?
Unternehmen, die bisher auf ISDN setzen, haben je nach zu versorgender Nebenstellen meist einen Basisanschluss (maximal 2 gleichzeitige Verbindungen) oder Primärmultiplexanschluss (16 bis maximal 30 Nutzkanäle) im Einsatz. Kommen neue Nebenstellen hinzu oder reicht die Anzahl der gleichzeitigen Verbindungen nicht mehr aus, zieht dies unter Umständen tiefe Einschnitte in der Infrastruktur nach sich, da weitere Kanäle durch neue Hardware und Anschlüsse hinzugefügt werden müssen.


Telefonie-Experten wie NFON, die ihre Leistungen basierend auf dem IP-Netz anbieten, ermöglichen hier Mittelständlern wesentlich mehr Flexibilität – und das zu einem weitaus günstigeren Preis: Neue Rufnummern und Sprachkanäle lassen sich mit einem Anruf je nach Bedarf skalierbar hinzubuchen und wieder abschalten. So bezahlen Unternehmen auch wirklich nur die Funktionen, die sie nutzen. Steht genügend Bandbreite zur Verfügung und sind keine vertraglichen Einschränkungen vorhanden, gibt es zudem auch keine Obergrenze an maximalen Verbindungen und Nebenstellen.

(3) Muss der Computer beim Telefonieren angeschaltet sein?
Häufig wird Internet-basierte Telefonie mit dem Telefonieren über den Computer gleichgesetzt. Ein Irrtum: Die Technologie ist facettenreich. Skype, WhatsApp oder ein analoger Wählscheibenapparat kommunizieren heute unter Umständen alle über den IP-basierten Standard. Telefoniert ein Mitarbeiter beispielsweise über sein modernes IP-Telefon, das direkt im Netzwerk hängt, braucht er hierfür keinen PC; Möchte er hingegen mit seinem am PC angeschlossenen Headset via Skype for Business oder dem NFON-Client kommunizieren, versteht sich von selbst, dass er hierfür am PC angemeldet und eingeloggt sein muss.


Fazit: Die meisten Ängste wie hohe Investitionskosten durch die Zwangsmigration oder neue Abhängigkeiten durch IP-Telefonie sind unbegründet. Im Gegenteil: Die IP-basierte Telefonie eröffnet Unternehmen heute vollkommen neue Arbeitsabläufe im Bereich der Telefonie. IT-Entscheider sollten den Umstand, dass sie sich mit der Umstellung beschäftigen müssen – und ein neuer Standard kommt – vielmehr als Chance sehen, die teure und überholte Technologie ISDN auf den Prüfstand zu stellen und neue flexible Kommunikationsstrukturen ins Unternehmen zu integrieren.


Quelle: NFON AG (https://www.nfon.com/de/blog/)

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